
Kostenlose Yogastunden, haustierfreundliche Büros und Bier vom Fass – aber wie sieht es bei nachhaltigen Benefits aus? Hier haben viele Unternehmen Nachholbedarf.
In den letzten Jahren haben sich Mitarbeiterbenefits stetig weiterentwickelt – vom kostenlosen Müsli bis zum monatlichen Fitness-Pass auf Firmenkosten. Mit der Pandemie, die neue Arbeitsansätze beschleunigt hat, bekommen auch die Benefits einen Reset: Weg vom manchmal zweifelhaften Ruf, nur Werkzeuge für Arbeitgeber-Wettbewerb zu sein oder Mitarbeitende zu Überstunden zu motivieren.
Als COVID-19 unsere Arbeitsweise veränderte, rückten Themen wie mentale Gesundheit und Nachhaltigkeit in den Vordergrund und zwangen Arbeitgeber, den tatsächlichen Mehrwert ihrer Benefits zu überdenken. Wir würden sogar sagen: Unternehmen, die weiterhin auf oberflächliche Gimmick-Benefits setzen, müssen aufholen. Und wer das nicht tut, fällt im modernen Arbeitsleben zurück – und wird mit unflexiblem, überholtem Denken assoziiert.
Die abwertenden Kommentare des WeWork-CEO Sandeep Mathrani über Mitarbeitende im Homeoffice sind ein gutes Beispiel dafür. Wer sich weigert, eine veränderte Arbeitswelt anzuerkennen, wirkt schnell gestrig – und ironischerweise weit entfernt von dem Unternehmertum und der Flexibilität, die eigentlich das Kernversprechen von Coworking-Spaces sind (und einst den Einhorn-Erfolg von WeWork ausmachten).
Modernere und durchdachtere Arbeitsansätze wie hybride Arbeitsmodelle sind gekommen, um zu bleiben. Und dieser Mentalitätswandel – echten Mehrwert für Mitarbeitende schaffen zu wollen – erfüllt zwei Zwecke gleichzeitig: Er steht für einen modernen, flexiblen Arbeitsplatz und entlarvt gleichzeitig veraltete Unternehmenskulturen, die nicht erkennen, wo der wahre Wert liegt – beim Menschen.
Und es sind nicht nur Start-ups, die darauf achten, wie sie ihren Mitarbeitenden echten Mehrwert bieten können. Bei FutureBens haben wir die Sozialbank Tomorrow an Bord begrüßt, aber auch Player wie Google und Soundcloud möchten ihren Teams nachhaltige Benefits bieten – und ihnen letztlich helfen, bewusstere Kaufgewohnheiten zu entwickeln, alles an einem Ort.
Wir sind überzeugt, dass Benefits auch ein Lernmoment für Berufstätige sein können: um die Kultur und Mission eines Unternehmens besser zu verstehen, zu sehen, wie umweltfreundlich es wirklich ist – oder zu erkennen, inwieweit der Arbeitgeber in seinen Mitarbeitenden mehr sieht als nur eine vertragliche Beziehung.
Bewusste, nachhaltige Marken an einem Ort zu finden – mit Rabatten auf Kosten des Arbeitgebers – fördert nicht nur ein positives Arbeitsumfeld, sondern regt auch zu gesunden Gewohnheiten an. Ob zuckerfreie und fair gehandelte Schokolade von Nu Company, plastikfreie Periodenprodukte von The Female Company oder hochwertig und nachhaltig produzierte Möbel von Noah Living.
Nachhaltige Benefits bedeuten letztlich: planetenfreundliche Gewohnheiten bei Mitarbeitenden zu fördern, ihnen mehr zu geben als nur einen Arbeitsvertrag und kontinuierlich auf das zu reagieren, was moderne Benefits ausmacht – wertvoll, relevant und zukunftsorientiert.